Erich Heckel

 
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Biografie Kunstmarkt/Service Literatur Impressum
Erich Heckel

Döbeln/Sachsen 1883
- Radolfzell/Bodensee 1970


An der Technischen Hochschule in Dresden beginnt Heckel 1904 ein Architekturstudium. Jedoch gibt der Maler dieses schon ein Jahr später wieder auf. Der Weg zum Expressionismus wird geebnet, als sich Heckel 1905 mit seinen Künstlerfreunden Karl Schmidt-Rottluff, Fritz Bleyl und Ernst Ludwig Kirchner zur Künstlergruppe "Die Brücke" zusammenschließt. Erich Heckel widmet sich verschiedenen Drucktechniken wie dem Holzschnitt, der Lithografie und der Radierung. Landschaften von strahlender Farbigkeit entstehen. Heckel übersiedelt im Herbst des Jahres 1911 nach Berlin. Der Künstler kennt inzwischen Pechstein, Nolde und Mueller, die sich den "Brücke"-Künstlern angeschlossen hatten. Später begegnet Heckel den Malern Marc, Macke und Feininger. Die Kapelle der Sonderbund-Ausstellung in Köln malt Heckel mit Kirchner zusammen 1912 aus. Die "Brücke" wird ein Jahr später wird aufgelöst. Eine erste Sonderausstellung der Werke Heckels findet bei Gurlitt in Berlin statt. Heckel begibt sich von 1915 bis 1918 als Pfleger beim Roten Kreuz nach Flandern, dann geht er zurück nach Berlin. Die Stadt bleibt bis Anfang 1944 sein Hauptwohnsitz. Erich Heckel verbringt die Sommer allerdings vorwiegend an der Flensburger Förde. Zahlreiche Reisen führen Heckel u.a. auch in die Alpen, nach Südfrankreich, Nordspanien und Norditalien. In deutschen Museen werden 1937, 729 Arbeiten des Künstlers beschlagnahmt. Sein Atelier in Berlin wird im Jahr vor Kriegsende von Fliegerbomben zerstört. Alle Druckstöcke und zahlreiche andere Arbeiten werden dabei vernichtet. Daraufhin zieht Heckel nach Hemmenhofen an den Bodensee. An der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe erhält der Künstler 1949 einen Lehrauftrag , den er bis zum Jahr 1955 inne hat. Das Stillleben gewinnt in diesem Jahrzehnt an Bedeutung. Die Darstellungsweise dieser Arbeiten sind nun in ruhigerer, ausgewogener Malweise ausgeführt und vermitteln eine fast lyrische Stimmung. Anlässlich des siebzigsten Geburtstages von Erich Heckel finden 1953 Einzelausstellungen in zahlreichen Städten Deutschlands statt. In gleicher Weise ehrt man den Künstler zum achtzigsten Geburtstag. Erich Heckel erhält noch viele weitere Ehrungen und Preise: den Kunstpreis der Stadt Berlin (1957), des Landes Nordrhein-Westfalen (1961) und das Große Bundesverdienstkreuz (1956).